Wir schreiben das Jahr 2018. Seit 100 Jahren dürfen Frauen* in Österreich wählen und gerade mal ein paar Jährchen länger studieren. Seit 100 Jahren!! Also eigentlich seit gestern, wenn wir die gesamte Menschheitsgeschichte zum Vergleich heranziehen.

Gut 20 Jahre ist es her, dass in Österreich das erste Frauenvolksbegehren stattfand. „Den Frauen ihre Rechte und nicht weniger. Den Männern ihre Rechte und nicht mehr.“ So lautet der Slogan von damals und daran hat sich nicht genaugenommen nicht viel geändert. Frauen bekommen heute nach wie vor weniger als sie verdienen und das ist nicht gerecht.

Vor zwei Jahren haben wir deswegen die Initiative Frauen*Volksbegehren 2.0 ins Leben gerufen und damit Rassismus und Sexismus den Kampf angesagt. Für echte Gleichwertigkeit. Für echte Selbstbestimmung. Für echte Chancengleichheit. Für uns alle.

Überall auf der Welt stehen Frauen* auf, um sich zu wehren. Die #metoo-Bewegung eint uns ebenso, wie die internationale LGBTIQ-Bewegung und die Pro Choice-Bewegung. Immer wieder hören und spüren wir, dass wir uns in einer Zeit des Umbruchs befinden. Technischer Fortschritt und gesellschaftlicher backlash scheinen Hand in Hand zu gehen.

Um so wichtiger ist es nun, dass wir zusammenhalten, über Landesgrenzen und Differenzen hinweg. Wir müssen Seite an Seite kämpfen. Miteinander und Füreinander. Frauen* und andere marginalisierte Gruppen müssen mitbestimmen können, auf allen Ebenen der Gesellschaft und der Politik. Es ist Zeit für echte Veränderung. Heute für morgen. Für ein gutes Leben für alle. Dafür steht mein Feminismus.