Die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage des weiblichen Menstruationszyklus bestimmen über eine mögliche Schwangerschaft. Bei Paaren mit Kinderwunsch ist das Wissen um das Zeitfenster, in dem die Frau schwanger werden kann, besonders entscheidend.

Die Tage, an denen eine Empfängnis möglich ist, sind die Tage um den Eisprung. Dabei wird durch hormonelle Veränderungen einmal im Monat die Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt. Am Tag des Eisprungs, aber auch in den Tagen davor, kann Geschlechtsverkehr mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Schwangerschaft führen. Der Zeitpunkt der Ovulation, wie der Eisprung auch genannt wird, lässt sich durch einen Anstieg von Östrogen einige Tage im Vorfeld sowie durch einen deutlichen Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) ein bis eineinhalb Tage vor dem Eisprung im Urin feststellen. Ebenso können Temperaturveränderungen sowie die Konsistenz des Muttermundschleimes zusätzlich Aufschluss über die aktuelle Fruchtbarkeit geben.

Fertilitätsmonitore als Unterstützung

Bei einem regelmäßigen Zyklus findet der Eisprung etwa nach der Hälfte der Tage statt. Die Identifikation des richtigen Zeitpunkts um schwanger zu werden, ist aber dennoch nicht immer ein Kinderspiel. Um bei der Bestimmung der fruchtbaren Tage nicht nur auf Temperaturmessung oder Beobachtung des Zervixschleimes vertrauen zu müssen, können Paare, die auf eine natürliche Familienplanung setzen, auf sogenannte Fertilitätsmonitore zurückgreifen. Fertilitätsmonitore sind kleine Messgeräte, die durch Hormonwertmessungen den Eisprung anzeigen und damit auch die fruchtbaren Tage ermitteln.

Ein guter Fertilitätsmonitor stellt für Frauen alle individuellen Zyklusdaten zusammen und gibt so über bevorstehende fruchtbare Tage Auskunft, zählt diese und gibt sogar noch Hinweise über die Fälligkeit der nächsten Periode. Letzteres kann Frauen helfen sich einerseits auf den nächsten Zyklus einzustellen oder andererseits über den geeigneten Zeitpunkt für einen Schwangerschaftstest zu informieren. Einige Fertilitätsmonitore beinhalten zusätzlich auch gleich einen Schwangerschaftstest für zu Hause.

Fruchtbarkeit genau bestimmen

In den meisten Fällen werden die relevanten Daten von den jeweiligen Systemen der Fertilitätsmonitore mittels Urintests gesammelt. Über Einweg-Teststäbchen können die Messgeräte den Hormonspiegel aus dem Morgenurin ermitteln. Während eines Zyklus erkennt ein Fertilitätsmonitor durch regelmäßige Urintests Veränderungen in der Hormonkonzentration und informiert dementsprechend über die Fruchtbarkeit des jeweiligen Tages. Der sprunghafte Anstieg des luteinisierenden Hormons, das den Eisprung auslöst, signalisiert jene Tage mit der höchsten Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Einige Fertilitätsmonitore ermitteln zusätzlich den Anstieg des Östrogenwertes vor dem Eisprung und zeigen Anwenderinnen so bis zu sechs fruchtbare Tage an. Auf den zumeist digitalen Displays werden dann entsprechende Symbole oder Text sichtbar, die die aktuelle Empfängniswahrscheinlichkeit anzeigen.

Mittlerweile gibt es auch spezielle Fruchtbarkeits-Messgeräte, die auf die Bedürfnisse von Frauen mit unregelmäßigen Zyklen zugeschnitten sind. Außerdem gibt es Fertilitätsmonitore, die Anwenderinnen die Möglichkeit geben, eigene Informationen, wie beispielweise Häufigkeit von Geschlechtsverkehr oder die Zyklusdauer, einzuspeisen. Vorsicht ist geboten, wenn beispielsweise bestimmte Erkrankungen vorliegen, Anwenderinnen Medikamente einnehmen, Hormonbehandlungen durchführen oder vor kurzem schwanger waren – dies könnte die Ergebnisse von Fertilitätsmonitoren verfälschen. Bei Fragen oder unklaren Ergebnissen empfiehlt sich in jedem Fall ein Arztbesuch.