Möglichkeiten heute

Heutzutage bekommt man Schwangerschaftstests im Supermarkt, Drogerien, Apotheken und im Internet. Man kann sie laut Hersteller zu jeder Tageszeit verwenden und sie sind einfach zuhause durchführbar. Die Kosten liegen je nach Marke bei 2–20 Euro.

Auf den Zeitpunkt kommt es an

Die Art des empfohlenen Schwangerschaftstests richtet sich nach dem jeweiligen Zeitpunkt des Zyklus, in dem sich frau aktuell befindet. Der klassische Test kann ca. drei bis sechs Tage nach Ausbleiben der Blutung durchgeführt werden. Der Schwangerschaftstest mit Wochenbestimmung zeigt Frau zusätzlich an wie lange die Befruchtung zurückliegt.

Für den Fall, dass es schneller gehen muss, gibt es den sogenannten Frühtest, der bis zu sechs Tage vor der erwarteten Blutung Auskunft gibt. Um den richtigen Test auszuwählen, sollten Frauen vor dem Kauf den Zeitpunkt ihres Zyklus überdenken.

Der weibliche Zyklus dauert im Durchschnitt ca. 28 Tage. Er startet mit der monatlichen Blutung, die ca. vier Tage dauert.  Nach ungefähr der Hälfte des Zyklus findet der Eisprung statt. Die Tage 10–17 werden als fruchtbare Tage bezeichnet. Zu
dieser Zeit ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, am höchsten. Zur Monatsblutung kommt es, wenn keine Befruchtung stattgefunden hat.

So funktioniert der Test

Bei Tests für zuhause handelt es sich um Hormontests, die mittels Urinprobe durchgeführt werden. Der Teststreifen wird in den Urin gehalten. Dabei wird das Hormon beta-hCG gemessen, das nach der Befruchtung der Eizelle gebildet wird. Es entsteht im Gewebe des Fetus oder der Plazenta und ist daher typisch für eine Schwangerschaft. In den ersten Schwangerschaftswochen steigt es schnell an und erreicht in ca. der zehnten Woche den Höhepunkt. Danach fällt es langsam wieder ab.

Wie kann man Fehler vermeiden?

Laut Hersteller sind die Ergebnisse eines Tests zu 99 Prozent richtig. Um Fehler zu vermeiden, empfehlen Experten die Bedienungsanleitung genau zu lesen. Tests unterscheiden sich je nach Marke und Art in ihrer Anwendung. Nach Möglichkeit sollte der Morgenurin für den Test verwendet werden, da die Blase tagsüber gut „durchgespült“ ist und möglicherweise weniger vom gesuchten Hormon auf den Teststreifen bleibt.

Außerdem ist es empfehlenswert, einen hCG-sensiblen Test zu kaufen, falls die Befruchtung wenige Tage zurückliegt. Ist eine Frau schwanger und sie führt den Test sehr früh durch, hat sich noch nicht viel beta-hCG in ihrem Körper entwickelt. Ihr Wert liegt womöglich unter der Testschwelle eines durchschnittlichen Tests und es wird ein „nicht schwanger“ angezeigt, obwohl sie schwanger ist. Also am besten auf der Packung nachlesen.

Es gilt: Je niedriger der Wert in mlU/ml angegeben wird, desto sensibler der Test und desto früher die Einsatzmöglichkeit.