Kein Wesen weckt im Menschen solche Gefühle wie ein Baby. Man kann sich nicht sattsehen an dem winzigen Geschöpf, das einer trauten Zweisamkeit entsprang. Die neue Dreisamkeit ist jedoch unvertraut und macht manchmal Angst und Bange: Die plötzliche Verantwortung für ein völlig hilfloses Wesen wiegt schwer.

Manche Stolpersteine auf dem Weg in die gemeinsame Zukunft sind sicht- und umgehbar, andere erscheinen wie aus dem Nichts und bringen einen zu Fall. Planbar ist das Leben mit Baby kaum. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Doch glauben Sie mir, als Mutter von vier Kindern zwischen zwölf und drei Jahren habe ich heute so manchen guten Rat für frischgebackene Eltern.

Stillfreiheit

Ein Neugeborenes ist ein Säugling, der an Mutters Brust die beste Nahrung findet, die es für ihn gibt. Muttermilch liefert die Nährstoffe, die das Baby braucht – und  das in einer einzigartigen und individuell optimalen Kombination. Das Stillen stillt den Hunger des Babys nach Nahrung ebenso wie seinen Hunger nach Nähe im besten Sinne des Wortes. Es gibt kaum eine innigere Beziehung als die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind, bei der beide einander kennen- und verstehen lernen.

Der Stoffwechsel des Babys reagiert auf alles, was die Muttermilch enthält, also auf alles, was die stillende Mutter isst und trinkt. Es ist ein unbedingtes Muss, sich in der Stillzeit gesund und ausgewogen zu ernähren und auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen zu verzichten.

Meiden sollten Sie auch, was in Babys Bäuchlein für schmerzhafte Blähungen sorgt, darunter Zwiebeln, Knoblauch, Hülsenfrüchte, Kohl und Tiermilchprodukte. Ist doch mal zu viel Luft in Babys Bauch, hilft oft Kümmelsalbe, die Sie sanft um den Bauchnabel einmassieren.

Zugegeben: Die Aufgabe, sich über Monate oder Jahre stillfreundlich zu ernähren, ist nicht leicht. Und der große Appetit, den das Stillen vielen Stillenden bereitet, macht die Aufgabe nicht leichter. Doch bitte genießen Sie die einmalige Chance: Die Stillmahlzeit kann dem Baby nach Bedarf und überall verabreicht werden, sie ist immer servierfertig zubereitet und wohltemperiert. Ich weiß heute, in Sachen Ernährung warten noch ganz andere Hürden auf die Eltern!

Bewegungsfreiheit

Ein Neugeborenes ist ein Tragling, der auf Mutters oder Vaters Arm nahezu überallhin mitgenommen werden kann. Klassische Tragetücher zum Wickeln oder moderne Tragehilfen zum Schnallen erleichtern Eltern das Tragen des Babys und schränken deren Mobilität weniger ein als ein sperriger Kinderwagen.

Das Tragen des Babys macht die Teilhabe am Leben von Familie, Freunden und Kollegen leichter. Glauben Sie mir, Sie werden in den kommenden Jahren keine Wegstrecke mehr so zielstrebig und zügig zurücklegen wie jetzt, wo Sie das Kind auf dem Arm, Bauch oder Rücken tragen!

Für längere Wegstrecken muss mitunter das Zwei- oder Vierrad babyfit gemacht oder gar eine Familienkutsche angeschafft werden. Hier geht nichts über geprüfte und zertifizierte Sicherheit. Kaufberatung finden Sie bei „fahrenden“ Eltern im Umfeld, in Eltern- und Testzeitschriften und in Internetforen.

So ein Babysitz fürs Auto hilft aber auch in der Wohnung mal über schwierige "Trennungen" hinweg: Das Baby kann darin sicher in jeden Raum mitgenommen werden und sieht einem beim Putzen, Kochen, Duschen oder Toilettengang zu.

Freie Hände

Die bereits erwähnte Tragehilfe bringt Eltern einen weiteren Vorteil: Sie verschafft freie Hände. Das hilft nicht nur beim Bewältigen alltäglicher „Haus-Aufgaben“, sondern auch beim Telefonieren und Arbeiten an Computer & Co. Wer die Möglichkeit hat, im Homeoffice zu arbeiten, kann mit dem Baby auf dem Rücken den einen oder anderen Job gut erledigen und bleibt so mit einem Fuß auf der Karriereleiter.

Glauben Sie mir, die „Schmerzen“, die der Spagat verursacht, Baby und Job unter einen Hut zu bekommen, werden mit einer praktischen Tragehilfe buchstäblich ertragbarer.

Freier Kopf

Anfangs kreisen die Gedanken nur um's Baby. Das ist gut so, weil es hilft, sich auf's Wesentliche zu konzentrieren: auf das Wohl des Kindes. Mit der Zeit jedoch wächst die Familie zusammen, Rhythmus und Gelassenheit kehren in den Alltag ein.

Machen Sie den Kopf dann ruhig mal frei von Windeln & Co. und kümmern Sie sich um sich! Kinder nehmen jede Schwingung der Eltern auf, ganz gleich, ob sie Wohlsein oder Unwohlsein verbreitet. Machen Sie sich bewusst: Zufriedene Eltern sind die verlässlichsten Wegbegleiter für Ihr Baby!