Was Alter und Gewicht mit dem Flüssigkeitsbedarf von Kindern zu tun hat

Grundsätzlich entscheidet aber nicht nur das Alter über den Flüssigkeitsbedarf. Auch das Körpergewicht, das Geschlecht, die Ernährungsweise und sportliche Aktivitäten sind ausschlaggebend. Bei Säuglingen und Kleinkindern liegt der Wasseranteil im Körper mit etwa 75 Prozent am höchsten. Aus diesem Grund haben Kinder auch einen größeren Bedarf an Energie als Erwachsene. Neugeborene, die gestillt werden, benötigen in der Regel aber keine zusätzliche Flüssigkeit. Das Gleiche gilt für Babys, die mit der Flasche gefüttert werden. Dafür sollten aber besonders stillende Mütter auf ausreichend Flüssigkeit achten, um sich und ihr Kind gut versorgen zu können.

 

Wann Trinkfaulheit gefährlich wird

Die Faustregel lautet also: Kinder so oft und so viel wie möglich trinken lassen. Da ein Großteil der Flüssigkeit durch Speisen, besonders Obst und Gemüse, aufgenommen wird, veranschlagt man die Richtlinie bei 7 bis 13-jährigen auf etwas mehr als einen Liter pro Tag. Jugendliche von 14 bis 25 Jahren sollten ungefähr 1,5 Liter Flüssigkeit trinken. Wichtig ist auch, dass Trinkmuffel animiert werden, da ausreichend Flüssigkeit von klein auf als Vorbeugung vieler Krankheiten, wie Harnsteinleiden oder Krebs gilt. Da das Trinkverhalten erlernt wird, sollten Eltern auf ihre Vorbildwirkung achten.

 

Aufpassen auf das Trinkverhalten bei Sport und Krankheit

Wenn der Nachwuchs Sport treibt oder krank ist, steigt der Bedarf an Flüssigkeit. Besonders bei großer Hitze oder Krankheiten wie Fieber, Erbrechen oder Durchfall sollten Kinder viel trinken, um den Verlust auszugleichen. Da vor allem bei Kindern aufgrund ihrer im Verhältnis zum Gewicht größeren Körperoberfläche mehr Flüssigkeit über die Haut verdunstet, sind hohe Körpertemperaturen nach anstrengenden Aktivtäten oft die Folge.