Wer schläft, sündigt nicht – und tut sich selbst etwas Gutes. Mindestens sechs Stunden am Stück sollte ein Erwachsener täglich schlafen, um gut erholt in den neuen Tag zu starten. Jedoch ist eine solche Ruhephase für viele nur ein frommer Wunsch: Laut der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung leidet hierzulande jeder Vierte an Schlafstörungen.

Wer mit einer ausgeprägten Schlaflosigkeit zu kämpfen hat und massiv unter der mangelnden Erholung leidet, sollte einen Arzt aufsuchen oder sich in ein Schlaflabor begeben. Manchmal reichen aber auch schon einfache Maßnahmen, um wieder geregelt schlafen zu können.

Dem Schlaf Raum geben

„Wie man sich bettet, so liegt man“, heißt es im Volksmund. Das gilt auch für einen gesunden Schlaf: Das Bett ist das Fundament für eine effiziente Erholung. Dessen Maße sollten dem Umfang und der Größe des eigenen Körpers entsprechen, sodass genügend Platz für einen selbst und den Partner bleibt.

Gerade bei der Wahl der Matratze sollte man Sorgfalt walten lassen: Am wichtigsten ist, dass sie dem eigenen Empfinden nach bequem genug ist. Dennoch gilt es zu beachten, dass Kopf und Rücken vernünftig gestützt werden.

Auch im Zimmer, in dem man schläft, sollte alles diesem einen Zweck untergeordnet sein. Auf elektronische Geräte, die sich mit ihrer Strahlung auf den Schlaf auswirken können, gilt es möglichst zu verzichten. Auch Pflanzen sollte man lieber in anderen Räumen aufstellen, da sie im Dunkeln Sauerstoff aufnehmen und Kohlendioxid abgeben.

Die Luftqualität darf man als Schlaffaktor nämlich nicht unterschätzen: Die Luft sollte nicht zu trocken sein. Regelmäßiges Stoßlüften gerade vor dem Schlafengehen ist daher vor allem im Schlafzimmer angebracht. Zu kühl darf es aber auch nicht sein, da das die Schimmelbildung begünstigt. Es empfiehlt sich eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad Celsius.

Feierabend für den Körper

Ein bequemes und gut klimatisiertes Nachtlager ist eine Grundvoraussetzung für einen gesunden Schlaf, aber noch lange keine Garantie. Viel hängt davon ab, welchen Einflüssen der Organismus unterliegt, damit wir zur Ruhe kommen.

Der Körper darf im Bett nicht mehr viel zu tun haben: Das möglichst nicht zu schwere Abendessen sollte man frühzeitig – circa drei Stunden vorher - einnehmen, damit die Verdauung vor dem Schlafengehen abgeschlossen ist. Genauso bringt man mit Alkohol den Körper kontraproduktiv auf Trab. Auch wenn er in Maßen zur Lockerung beiträgt, sorgen größere Mengen dafür, dass die Leber noch zu arbeiten hat, wenn der ganze Körper schon schlafen soll.

Ohnehin empfiehlt es sich, Körper und Geist langsam herunterzufahren. Es gilt die natürliche Anspannung des Tages aufzuweichen. Das kann man buchstäblich mit einem heißen Bad, aber auch, indem man andere Sinne beansprucht. Hier empfehlen sich ruhige Musik für die Ohren und Duftkerzen oder Aromaöle für die Nase. Auch ein Schlummertrunk wie Kräutertee oder heiße Milch mit Honig kann dafür sorgen, dass einem die Augen schneller zufallen. Selbst körperliche Aktivitäten wie ein Abendspaziergang tragen zur Müdigkeit bei. Sport sollte man aber mit einigem Abstand vor dem Schlafen treiben.

Der Schlaf ist aber auch eine Kopfsache: Wer sein Gehirn noch stark mit Grübeleien strapaziert, wird lange wach bleiben. Auch wenn es manchmal nicht leicht fällt, muss man diese Gedanken aus dem Kissen schütteln. Stress und Ärger sollte man aus dem Schlafzimmer heraushalten. Um seinen Kopf abzulenken, können Entspannungsverfahren wie Yoga oder autogenes Training helfen. Auch das altbekannte Schäfchenzählen kann das Gehirn auf die Fährte in den Schlaf führen.

Ohnehin empfiehlt es sich, die innere Uhr zu stellen. Einheitliche Schlafzeiten programmieren den Organismus. Zudem sollte man im Bett möglichst nichts anderes machen als Schlafen. So assoziiert das Unterbewusstsein mit Liegen automatisch Schlummern. Wer aber vor dem Einschlafen gerne noch etwas liest, greife lieber zu einem Buch anstatt zu einem Display. Das blaue Licht von Handys, Tablets und Laptops wirkt auf das Nervensystem wie Tageslicht und fördert damit die Bildung wachhaltender Hormone. Und ohnehin regt man sich online vor dem Schlafengehen nur unnötig auf.