Diabetes ist eine Typfrage. Neben dem bekannten Diabetes Typ 2, gibt es noch den in Österreich weniger häufig auftretenden Typ 1 sowie den Schwangerschaftsdiabetes. Gemein haben die Stoffwechselerkrankungen den Überschuss an Glukose, also Zucker, im Blut. Obwohl der Typ-2-Diabetes gern als Altersdiabetes bezeichnet wird, werden heute auch immer mehr junge Leute mit einer Diagnose konfrontiert.

Der Typ-1-Diabetes ist dadurch gekennzeichnet, dass die insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört werden und daher dem Körper ein Leben lang Insulin zugeführt werden muss. Hingegen ist das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und eigenem Lebensstil.

Wenn das Insulin keine oder nur unzureichende Wirkung zeigt, liegt eine Insulinresistenz vor, die gerade bei übergewichtigen DiabetikerInnen oft ein Thema ist. Angelehnt daran kann es sein, dass die Bauchspeicheldrüse auch bei normalgewichtigen Menschen nicht so arbeitet, wie sie eigentlich sollte.

Blutzuckermessung leicht gemacht

Nicht alle DiabetikerInnen müssen sofort auf die zusätzliche Gabe von Insulin zurückgreifen. Bei Typ-2-DiabetikerInnen wird erst im Verlauf der Erkrankung immer weniger und weniger Insulin produziert. Dies kann einerseits zunächst noch mit Medikamenten aufgehalten und andererseits mit entsprechender Ernährungs- und Bewegungstherapie abgemildert werden.

Ist die externe Gabe von Insulin notwendig, bestehen Möglichkeiten, diese entweder mit Hilfe von Spritzen oder speziellen Pens beispielsweise in Oberschenkel oder Bauch zu injizieren. Außerdem gibt es verschieden verwendbare Arten von Insulin, die allerdings alle vor Sonnenlicht und Hitze geschützt gelagert werden müssen. Um den eigenen Diabetes optimal managen zu können, ist es essenziell, regelmäßig über die Höhe des Blutzuckerspiegels Bescheid zu wissen.

Ist man etwa auf Insulininjektionen angewiesen, muss die richtige Menge an Insulin berechnet werden. Aber auch wenn keine zusätzliche Zufuhr von Insulin nötig ist, ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, um eine Hypoglykämie, also eine Unterzuckerung, zu verhindern. So kann rechtzeitig bei niedrigen Blutzuckerwerten gegengesteuert werden.

Mit modernen und zumeist leicht zu bedienenden Messgeräten kann der Blutzuckerspiegel einfach von zu Hause aus getestet werden.

PatientInnenkompetenz stärken

Der Behandlungsweg mit ersten Anzeichen und Symptomen von Diabetes beginnt meist bei den HausärztInnen. Diese übernehmen im Übrigen auch den Großteil der Basisbehandlung von DiabetikerInnen. Ob AllgemeinmedizinerIn oder SpezialistIn: wichtig ist, dass PatientInnen aktiv mitarbeiten. Sei es, wenn es darum geht „normale“ Werte zu erreichen, Blutzucker zu messen, auf die eigene Ernährung zu achten oder sich genügend zu bewegen.

Den eigenen Gesundheitszustand aktiv zu managen, bedeutet auch, selbst etwas tun zu können – ein nicht unbedeutender psychologischer Faktor. Indem DiabetikerInnen wissen, wie sie mit ihrer Erkrankung umgehen können, wird es auch leichter, den Lebensstil zu „verwalten“ – zusammen mit HausärztInnen, SpezialistInnen, DiätologInnen, Psycho- oder PhysiotherapeutInnen und vielen anderen, die täglich dabei helfen, das Leben von DiabetikerInnen etwas leichter zu machen.