Es ist ja nicht so einfach, Sie zu erwischen. Nimmt Sie Ihre Tätigkeit als Hotelier und Berater sehr in Anspruch?

Ja, ich bin halt viel unterwegs, privat wie geschäftlich. Aber um das Hotel kümmere ich mich nicht mehr. Das machen meine Frau und meine Tochter. Nach Sochi bin ich jetzt gerade auch nicht als Berater unterwegs. Aber es gibt auch abseits davon noch genug zu tun und ich bin nach wie vor in viele Veranstaltungen eingebunden. 

Sie sind dem Skisport aber nach wie vor verbunden?

Ja, ich bin als Experte für eine österreichische Tageszeitung tätig. Da bin ich natürlich beim Weltcup Opening in Sölden dabei, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Für mich ist es immer interessant, den Skirennsport in seiner Entwicklung zu betrachten. Beim ersten Rennen kann man schauen, wie gut sich die Mädels und Burschen vorbereitet haben und an was sie gearbeitet haben. 

Sie sind auch häufig auf dem Green anzutreffen?

Ja, ich spiel sehr gern und viel Golf. Wenn es sich ausgeht und das Wetter mitspielt, dann komme ich auf meine zwei Mal pro Woche. Ich bin einfach sehr gern an der frischen Luft. Beim Golf bewegt man sich in der herrlichen Natur. Drei bis vier Stunden ist man dann unterwegs. Auch wenn es „nur“ Golf ist, nach diesen 18 Löchern ist man dann auch müde. Golf ist einfach Erholung für mich.

Spielen Sie allein oder in Gesellschaft?

Wir sind eine Gruppe, die öfter spielt. Wir kennen uns schon recht gut. Da stört es auch nicht, wenn es zwischendrin mal etwas ruhiger zugeht. Dann kann es auch wieder lauter werden, man hat  Spaß miteinander und lacht. Das ist das Schöne, es ist immer erholsam.

Was machen Sie am liebsten nach dem Golfen?

Im Herbst geht es jetzt noch nach Italien, in die Nähe von Padua. Da gibt es Thermalquellen. Das heiße Wasser und natürlich auch das gute Essen sind nach so einer Runde besonders wohltuend.

Das Green ist ja nicht der einzige Rasen, der ihnen wichtig ist. Sie sind ja auch ein großer Fußballfan. Spielen sie auch selber?

Ich bin mit Skifahren und Fußball aufgewachsen und hab natürlich auch selber gespielt. In meiner Zeit als aktiver Skirennläufer war ich mit vielen Nationalspielern befreundet und bin fast zu jedem Match gefahren. Ein besonderer Höhepunkt war es dann, auch einmal mit den Rapid-Senioren rund um Gerhard Hanappi im Happel-Stadiom zu spielen. Mittlerweile spiele ich aber nicht mehr aktiv.

Welchen Vereinen folgen sie besonders?

Ich bin öfter bei Rapid-Matches in Wien. Es gibt eine Seniorengruppe bei Rapid, die mich öfter einlädt und da komm ich natürlich gern. Früher war ich auch manchmal noch bei der Austria, dem Sportklub oder Wacker Innsbruck. 

Gerade Fußballer, hab ich den Eindruck, neigen nach Karriere-ende dazu, ein bisschen zuzulegen. Ist es allgemein eine große Umstellung, wenn man vorher   Leistungssport betrieben hat?

Ich hab mich mit ein paar Kilo zu viel nie wohl gefühlt und deshalb immer auf meine Ernährung geachtet und darauf geschaut, dass ich genug Bewegung habe. Ich hab ja auch nachher noch viele Sportarten betrieben: Fußball, Tennis und im Winter natürlich Skifahren. 

Spitzensport, wie Sie ihn betrieben haben, ist ja nicht unbedingt gesund. Müssen Sie auf etwas besonders Rücksicht nehmen deswegen?

Nein. Also das sind natürlich schon Belastungen für die Gelenke beim Skifahren, aber damit hab ich keine Probleme. Manchmal muss ich ein bisschen was für den Rücken tun,  aber das hält sich in Grenzen. 

Was machen Sie jetzt, um fit zu bleiben?

Neben dem Golfen geh ich auch noch laufen. So sieben bis acht Kilometer, aber gemütlich. Auspowern muss ich mich jetzt nicht mehr. In meinem Alter ist es wichtiger, Sport in Maßen, aber regelmäßig zu machen. 

Was würden Sie Menschen raten, um im Alter gesund zu bleiben?

Also auf jeden Fall mal Bewegung und bewusst und gesund leben. Es ist aber genauso wichtig, dass man seine Kontakte und Freundschaften pflegt und auch mal eine Gaudi hat. Man muss das Leben ja auch genießen können.