Neue Wege in der Altenbetreuung 

…mit dem Ziel, alten Menschen so lange wie möglich ein Leben in Würde zu ermöglichen. Der im Volksmund immer noch vorherrschende Begriff „Altersheim“ weckt Assoziationen, die man lieber vermeiden möchte. Trostlos graue Bettenburgen mit viel zu wenig Personal und unpersönlicher 

Abfertigung der „Heiminsassen“. Klingt nach Gefängnis, war auch fast eines. Doch damit ist schon länger endgültig Schluss! In den letzten Jahren hat sich das Bild von den unterschiedlichen Betreuungseinrichtungen für ältere Menschen völlig gewandelt, und das zu Recht. Denn zahlreiche neue, innovative Angebote zur Altenbetreuung gehen völlig neue Wege, älteren Menschen angenehme Jahre ohne Einsamkeit zu ermöglichen.  

Wohlfühlen im Seniorenhaus

Der Begriff „Altersheim“ ist längst passé und wurde vom „Seniorenhaus“ abgelöst. Zum freundlicheren Namen passend, erinnert im modernen 

Seniorenhaus nichts mehr an die Trostlosigkeit früherer Zeiten.  Heute wird den Bewohnern ein aktiver, selbstbestimmter Lebensabend voller Abwechslung und Freude ermöglicht. In diesen modernen und freundlichen Betreuungseinrichtungen liegt der Fokus ganz auf der individuellen Begleitung und Hilfestellung im Alltag, maßgeschneidert nach dem jeweiligen Betreuungsbedarf.

Egal ob temporäre Pflege nach Operationen oder Unfällen, selbstbestimmtes Wohnen ohne oder mit regelmäßiger Betreuung oder 24-Stunden-Rundumpflege. Sämtliche Bedürfnisse älterer Menschen werden abgedeckt. Um individuell auf jeden Bewohner eingehen zu können, wird nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch die Vergangenheit und Herkunft des zu Betreuenden in ein ganzheitliches Pflegekonzept mit einbezogen.

Gemeinsam am Bauernhof wohnen

Doch auch abseits von Seniorenhäusern gibt es neue Ansätze zur Integration von älteren Menschen in den Alltag. Das gemeinsame Leben auf einem voll bewirtschafteten Bauernhof soll dabei helfen, den Alltag von pflegebedürftigen Menschen wieder bunter und lebenswerter werden zu lassen. Auch  die Beziehung zwischen Mensch, Tier und Natur und somit auch ein aktives und bis ins hohe Alter selbstbestimmtes Lebensgefühl wird dadurch gefördert.

Und das funktioniert so: Ältere Menschen ziehen auf einen bewirtschafteten Bauernhof, werden dort von Pflegekräften betreut und können je nach Lust und Laune auch selbst mitarbeiten. Eine neue Chance für mehr Lebensqualität. Gerade für all jene, die ein Leben in ländlichen Strukturen gewohnt sind und daher nicht in ein städtisches Seniorenhaus ziehen wollen.

Auch wenn das Angebot der Pflege und Betreuung auf dem Bauernhof konventionelle Pflegeeinrichtungen nicht ersetzen kann, wird die soziale Kompetenz der Landwirtschaft genutzt, um das Angebot an unterschiedlichen Betreuungsformen zu erweitern und hilft so dabei, das Leben wieder lebenswert zu machen. 

Gemeinsam statt einsam

Ein großes Problem im Alter ist die Einsamkeit. Kinder und Enkel leben ihr eigenes Leben und haben nur wenig Zeit, Freunde und Verwandte sind weggezogen oder bereits verstorben. Kein Wunder, dass vielen alten Menschen die Decke ihrer eigenen vier Wände auf den Kopf fällt. In solchen Fällen kann sich die Überlegung, in ein Seniorenhaus zu ziehen, durchaus lohnen.

Auch oder gerade wenn noch keine Pflege benötigt wird. Gemeinsame Ausflüge, Spielenachmittage und Vorträge für alle Bewohner lockern nicht nur den Alltag auf, sondern zaubern auch neue Interessen und Freundschaften ins Leben.  Die ideale Ausgangssituation für neu entdeckte Lebensfreude und ein Aufblühen im Alter!