»Die ersten Anzeichen einer Erkrankung waren bei mir die Ungeschicklichkeit der Finger, Nichtmitschwingen der Hände beim Gehen sowie später Schwierigkeiten bei der Fortbewegung […] In letzter Zeit bemerke ich in schlechten Phasen ein Zittern, das vom Kopf ausgehend auch Hände und Oberkörper erfasst,« beschreibt der unter Parkinson leidende Franz S. seinen Krankheitsverlauf im Blog. »Wir können Patienten mit Morbus Parkinson nicht heilen.

Aber es ist möglich die Lebensqualität der Betroffenen deutlich zu verbessern,« sagt der Neurologe Univ.Doz. Willibald Gerschlager vom Hartmannspital in Wien. Was im Körper vorgeht, ist bekannt: Wesentlich für die Krankheit ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin herstellen. Dadurch kommt es zu Verschlechterungen der Beweglichkeit, wie von Franz S. beschrieben. Auch Depressionen, Schlaf- oder Angststörungen können Teil der Erkrankung sein.

 

Steigerung der Lebensqualität

Medikamentöse Therapiemöglichkeiten versprechen in der Regel eine entscheidende Verbesserung der Symptome. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium gibt es Alternativen zur oralen Medikation, wenn diese nicht mehr entsprechend wirkt. Einerseits einen chirurgischen Eingriff , die „tiefe Hirnstimulation“, bei der Stimulationselektroden dauerhaft in das Gehirn implantiert werden. Alternativ wirken moderne Pumpensysteme, die den Wirkstoff L-Dopa, eine Dopamin-Vorstufe, kontinuierlich durch die Bauchdecke direkt in den Dünndarm bzw. den Wirkstoff Apomorphin unter die Haut liefern und somit zu einem stabilen Serumspiegel des Medikaments führen.

Die „beste“ Behandlungsform gibt es jedoch nicht. Was für den Patienten die größte Hilfe bietet, müsse immer individuell entschieden werden, so der Arzt.