Welche Nahrungsmittelgruppen sind zu vermeiden, welche zu empfehlen?

Bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen wird eine „Mittelmeerdiät“ mit viel Fisch, Olivenöl, Gemüse und Salat mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren empfohlen.

Bei Gicht und erhöhtem Harnsäurespiegel sollte man purinreiches, rotes Fleisch, Meeresfrüchte und fruchtzuckerreiche Nahrungsmittel und Getränke meiden. Purin als auch Fruchtzucker steigern den Harnsäurespiegel und können sich negativ auf eine Gichterkrankung auswirken. Übergewicht sollte langsam abgebaut werden. Fettarme Milchprodukte und Vitamin C können den Harnsäurespiegel senken.

Wie sieht die optimale Ergänzung zur klassischen Rheumatherapie aus?

Obst und Gemüse sind RheumapatientInnen so wie jedem Gesunden fünf Mal täglich zu empfehlen. Vitamin D wird normalerweise in der Haut unter UV-Einwirkung in die aktive Form umgewandelt, was in unseren Breiten aufgrund des Sonnenstandes allerdings nur von April bis September möglich ist. Im Herbst und Winter sollte Vitamin D aufgrund seiner positiven Wirkung auf Gelenke, Muskeln und Allgemeinbefinden in Tropfen- oder Tablettenform zugeführt werden.

Gibt es wirksame Naturheilmittel?

Verschiedene Naturheilmittel oder Nahrungsergänzungsmittel wie Weihrauch, Katzenkralle, Krallendorn oder Krill können sich positiv auf entzündlichen Rheumatismus auswirken. Sie stellen für manche PatientInnen eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin dar, sind aber als alleinige Rheumatherapie nicht ausreichend.