Wenn man jung ist, liegt die Pension noch in weiter Ferne. So weit weg, dass sich nur die wenigsten Gedanken darüber machen. Die, die es dennoch tun, sind in puncto Zukunft deutlich skeptischer als ihre Eltern und Großeltern. Das Wort „Pension“ weckte bei früheren Generationen Assoziationen von Hobbys, Freizeit und Reisen – allgemein daran, das Leben einfach genießen zu können.

Die aktuell Berufstätigen greifen dagegen zu deutlich dunkleren Farben, wenn sie sich ihren Lebensabend ausmalen. Die Überzeugung, dass die staatliche Pension einmal für das ersehnte Ruhestand-Dolce-Vita ausreichen wird, ist bei vielen eher gering ausgeprägt. Manche zweifeln sogar daran, überhaupt noch eine Pension zu erhalten.

Diese Frage nach der Zukunftssicherheit der Pensionen stellen sich laut einer Studie der Unique Research GmbH im Auftrag der ARGE Zusatzpensionen etwa die Hälfte aller ÖsterreicherInnen zwischen 20 und 45 Jahren. Genauso viele denken beim Thema Pension an „Geldsorgen“ und sogar drei Viertel befürchten ihren Lebensstandard im Alter nicht aufrechterhalten zu können.

Besonders skeptisch sind jene, bei denen schon jetzt im Alltag wenig übrigbleibt: Generell sind das Menschen mit geringem Einkommen, oftmals Teilzeitbeschäftigte und Frauen. Die Studie zeigt auch, dass sich die Befragten eine Netto-Pension von 1.100 Euro erwarten.

Das sind etwa 200 Euro mehr als die Höhe der derzeitigen Durchschnittspension. Aufgrund der bereits beschlossenen Reformen werden die Pensionen der heute 25 bis 45-jährigen mehrheitlich unter diesem Wert liegen. Wie lässt sich die Lücke also schließen?

3Säulen für ein Auskommen im Alter

Die staatliche Pension ist das Rückgrat der Altersvorsorge – daran besteht kein Zweifel. Das finanzielle Auskommen im Alter kann aber oftmals nicht alleinig von dieser ersten Säule gestemmt werden. Betriebliche Pensionsvorsorge wird gemeinhin als zweite Säule bezeichnet und von nicht-staatlichen Pensionskassen angeboten.

Als dritte Säule der Vorsorge gelten neben klassischen Sparformen auch, Immobilien, Fonds und Lebensversicherungen,  aber ebenso die Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge. Es gibt aber auch Mischformen. Gerade bei Firmenpensionen leisten die ArbeitnehmerInnen zusätzlichEigenbeiträge.

Glaubt man der Umfrage, stehen ArbeitgeberInnen, die einen Beitrag zur zusätzlichen Pensionsvorsorge leisten, hoch im Kurs: Mehr als sieben von zehn Befragten wünschen sich das von ihrem Unternehmen. Für fast die Hälfte der Befragten stellt eine betriebliche Zusatzpension ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Jobwahl dar.

Private Vorsorge liegt im Trend

Rund die Hälfte aller ÖsterreicherInnen verfügen bereits jetzt über irgendeine private Pensionsvorsorge. Wie die Umfrage zeigt, sind die Befragten bereit, im Schnitt zwischen 50 und 70 Euro pro Monat zu investieren. Bei den späteren Auszahlungen ist aber eine Portion Realismus angemahnt: Deren erhoffte Höhe lässt sich mit diesen Beiträgen oft nicht verwirklichen. Genau wie bei der staatlichen Pension so gilt auch bei der Zusatzvorsorge: Je früher man einzuzahlen beginnt, desto besser.

Da es sich auch hier um eine Form der Anlage handelt, ist Rendite natürlich willkommen. Im Vordergrund stehen aber die Sicherheit der Anlagen. Dennoch konnten die betrieblichen Pensionskassen über die letzten Jahre hinweg stabile und überraschend hohe Renditen erzielen, die einen beträchtlichen Zuwachs des Kapitals erreichen. Einem sorgenfreien Lebensabend steht damit nichts mehr im Wege.