Beim Altern ist der menschliche Organismus den natürlichen Veränderungen des fortschreitenden Lebens ausgesetzt, die Leistungsfähigkeit lässt nach, Sinne, Körper und Geist wandeln sich. Dabei zählen zu den Sinnen das Sehen, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen und Schmecken.

Den Körper betrifft die Beweglichkeit, Kraft und Fingerfertigkeit und den Geist Vorgänge wie Informationsverarbeitung, Merkleistung sowie Reaktions- und Koordinationsfähigkeit. Doch heißt Altern nicht zwingend krank werden, es nimmt nur das Risiko für viele Krankheiten mit dem Alter zu.

Ursache

Grund sind strukturelle Veränderungen des Körpers durch den Alterungsprozess, wie beispielsweise Abnutzungs- bzw. Ermüdungserscheinungen oder die verminderte Sauerstoffaufnahme durch das Blut. Sie beeinflussen das Funktionieren der betroffenen Bereiche, wirken sich so auf die Leistungsfähigkeit des älteren Menschen aus und können bei der Bedienung bzw. Benutzung technischer Geräte und ganz alltäglichen Abläufen beeinträchtigen.

Geist

Auch die Gedächtnisleistung kann mit zunehmenden Alter merklich nachlassen. Krankheiten wie Demenz und Alzheimer können diagnostiziert werden, wenn sich die kognitiven Fähigkeiten deutlich verschlechtern. Doch eine bewusste Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, an Gesprächen, Anteilnahme an den Gedanken anderer, ein ungestillter Wissensdurst und immer wieder neue Aufgaben fördern die Geschmeidigkeit der grauen Zellen.

Sinne

Ganz natürlicherweise nimmt die Sehfähigkeit im Alter ab, im Dunkeln wie im Hellen. Ausreichende Beleuchtung, hoher Kontrast und eine große Beschriftung werden immer wichtiger. Sogenannte Altersweitsichtigkeit ist aber völlig normal und mit Lesehilfen auch gut in den Griff zu bekommen. Bei schlechtem Dämmersehen und erhöhter Blendempfindlichkeit helfen Vitalstoffe, wie Vitamin A und die in Heidelbeeren und Weintrauben enthaltenen Anthocycane.

Mit einer Ozontherapie wird die Durchblutung verbessert und die Sauerstoffversorgung nicht nur der Augen erhöht. Es werden damit generell alle degenerativen Alterungsprozesse im Körper gebremst, die Zellerneuerung mobilisiert. Sogar Akupunktur kann wirksam gegen Altersweitsichtigkeit sein. Dabei werden nach dem koreanischen Akupunktursystem Su Yok nicht etwa am Auge, sondern an den Händen und Füßen über den Zeitraum von einer Woche zweimal am Tag Nadeln gesetzt.

Ohren

Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) äußert sich durch eine Anhebung der Hörschwelle, besonders bei hohen Frequenzen. Dagegen kann bislang nur mit Hörgeräten und –implantaten abgeholfen werden. Die Schädigung der Haarsinneszellen ist irreversibel und bislang nicht behandelbar. Sie wird aber nicht zwangsläufig mit dem Lebensalter, sondern auch mit Lärmbelastung, Durchblutungsstörungen, der genetischen Veranlagung und der Ernährungsweise in Verbindung gebracht.

Knochen

Abnutzungserscheinungen können auch Knochen, Knorpel und Gelenke betreffen. Arthritis, Arthrose, Gicht und Fibromyalgie heißen die Folgen. Altersbedingte Arthrose beispielsweise bedeutet, dass der Knorpel in den Gelenken derart geschrumpft ist, dass Knochen schmerzhaft aufeinander reiben. Bevor an die Implantierung künstlicher Gelenke gedacht wird, sollten Betroffene aber zuerst ihren Lebensstil überprüfen: Ernährungsweise und Bewegungsverhalten können diese Krankheiten erheblich beeinflussen.

Schlaf

Neuere Forschungen haben gezeigt, dass es den natürlichen Bedürfnissen des Körpers entspricht, mindestens einen Kurzschlaf am Tag zu halten. Diesen Luxus kann man sich gerade im Ruhestand ja durchaus gönnen. Denn ältere Menschen haben verkürzte Tiefschlafphasen und werden häufiger nachts wach. Bis zu 150 solcher sogenannten Weckreaktionen können bei Personen im Alter von über 60 Jahren nachts auftreten, was ein unausgeschlafenes Befinden zur Folge hat.

Die meisten Menschen im Alter über 65 Jahren wachen zudem mindestens einmal pro Nacht wegen eines erhöhten Harndrangs auf. Ältere Menschen sind besonders häufig von Schlafapnoe betroffen. Bei dieser Krankheit kommt es während des Schlafes immer wieder zu Atemaussetzern und das Blut bleibt mit Sauerstoff unterversorgt. Es ist nicht so einfach, diese Krankheit festzustellen, sie gehört aber unbedingt in Behandlung.