Dagegen lässt sich aber etwas tun. 30 bis 40 Prozent aller Stürze seien vermeidbar, schreibt die Pharmazeutische Zeitung. Vorausgesetzt, man kenne sein Sturzrisiko, das sich wie folgt ermitteln ließe: Die Testperson sitze dazu auf einem Stuhl, müsse aufstehen, drei Meter alleine gehen, wenden, zurückgehen und sich wieder setzen. Brauche sie dazu mehr als 14 Sekunden, bestünde erhöhtes Sturzrisiko. Das wiederum könne man mit gezielten körperlichen Übungen mindern, die die Kraft und Balance trainieren. Dabei werde auch das eigene Körperbewusstsein gefördert, was zu sicher(er)en Bewegungen führe. Entsprechende Kurse bieten Krankenkassen, Sportvereine, Physiotherapeuten und Fitnesscenter an.

Auch das Wissen darum, dass die meisten Stürze daheim passieren, vor allem im Bad, kann heilen, sie zu vermeiden. Schlechte Lichtverhältnisse tragen ihr Risiko zu Stürzen bei; Stolperfallen wie Türschwellen und von Natur aus rutschige Böden sollte man möglichst aus der Lebenswelt schaffen, lose Badteppiche nicht benutzen und keine Kabel herumliegen lassen. Vor allem, wenn Sie vor einer Renovierung stehen, sollten Sie barrierefreie Zugänge – besonders im Bad – dringend einberechnen. Wer buchstäblich auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Fachmann einladen, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu lassen und die barrierefreien Zugänge zu Badewanne und Dusche einplanen zu können.

So oder so – weniger Stürze und eine hindernisfreie Wohnung erhöhen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter.