Spätestens ab der Pension wird für die Älteren einer Gesellschaft die Wohnung oder das Haus zum zentralen Lebensmittelpunkt. Die eigenen vier Wände stehen dabei für Autonomie, individuelle Eigenständigkeit und Heimat, die man nur schwer aufgeben möchte. Aus diesem Grund leben rund 90 Prozent der ÖsterreicherInnen jenseits des 60. Lebensjahres noch in ihrer gewohnten Umgebung. Mit zunehmendem Alter ändern sich aber körperliche sowie geistige Bedürfnisse und Erforderlichkeiten, die einen Umzug in eine altersgerechte Umgebung oftmals notwendig machen.

Die eigene Lebensqualität behalten

In eigens für ältere Menschen konzipierten Wohnhäusern ist es möglich, die Anforderungen des Alters und gewünschte autonome Selbstbestimmung zu vereinen. Um den Bewohnern das Gefühl einer eigenen Wohnung zu geben, können diese selbst eingerichtet werden. Denn Lebensqualität zeugt auch von Gegenständen mit Erinnerungswert. Da nach dem Tod des Partners oftmals ein Haustier den Platz neben einem Menschen füllt, sind auch Hunde und Katzen erlaubt.

Sich wie in einer kleinen Stadt fühlen

Die Vereinsamung im Alter ist ein weiterer Faktor, der von vielen Menschen mit zunehmendem Alter gefürchtet wird. Paradoxerweise sind die eigenen vier Wände, die nur noch ungern verlassen werden, hierfür des Öfteren der Grund. Seniorenresidenzen helfen dabei, sich wieder aktiv in eine Gemeinschaft einzugliedern. Einrichtungen wie Restaurants, Bibliotheken, Wellnessbereiche, Hallenbäder, Gymnastikräume und Gartenanlagen bieten genügend Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Zudem haben viele Residenzen auch Veranstaltungskalender mit Konzerten, Lesungen und Ausflügen. Um das Gefühl einer eigenen kleinen Stadt zu vermitteln, gibt es oftmals auch Greißlereien, Friseure oder Arztordinationen.

Wenn man Hilfe braucht

Oftmals besitzt das bisherige Wohnumfeld auch Hürden, die im Alter immer schwieriger zu meistern sind. Auch wenn es sich nur um ein Stiegenhaus oder eine ältere Küche handelt, die keine vollständige Sicherheit mehr für die Bewohner garantieren kann. Derartige Umstände machen nicht nur den betroffenen Personen, sondern auch deren Angehörigen das Leben schwer. Daher ist alt nicht immer besser und neu nicht immer schlecht. In einer komfortableren neuen Wohnung ist es möglich, die Sicherheit und somit Lebensqualität zu verbessern. Falls zusätzliche Hilfe benötigt werden sollte, profitiert man zudem von einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung, wonach man so eigenständig wie möglich und so betreut wie gewünscht leben kann.

Falls kein selbstständiges Leben mehr möglich ist, bieten Seniorenresidenzen zusätzliche Pflegemaßnahmen wie beispielsweise Kinästhetik, basale Stimulation, palliative Care oder auch integrationsbegleitende Altenpflege an.