Was Konsumenten als „regional“ einstufen und welche Kennzeichnung sie sich wünschen, haben wir kürzlich in einer Motivanalyse erhoben. Für vierzig Prozent der Befragten steht die österreichische Herkunft auf Platz 1 der Einkaufskriterien. Etwas mehr als zwanzig Prozent reihen die kontrollierte Qualität und die Regionalität an der ersten Stelle.

Der Großteil der ÖsterreicherInnen versteht unter Regionalität Produkte aus der unmittelbaren Umgebung oder dem Bundesland, in dem sie leben. Für 38 Prozent sind auch Produkte aus einer bestimmten Region in Österreich regional. Die wichtigsten Gründe für den Kauf von regionalen Produkten sind die Stärkung der heimischen Landwirtschaft und die kurzen Transportwege.

Kennzeichnung von regionalen Produkten

Das stärkste Erkennungszeichen beim Einkauf regionaler Produkte ist die Regionsangabe direkt auf dem Lebensmittel, bei Obst und Gemüse auch am Regal. Offizielle Gütezeichen sind besonders bei Fleisch und Eiern von Bedeutung. Nur wenig Orientierung geben hingegen schmückende Symbole wie Fahnen, Wappen oder Banderolen.

Als ideale Kennzeichnung wünschen sich die Befragten eine Regionsangabe und deren Absicherung durch ein bestehendes Gütesiegel. Von Produkten mit einer bestimmten Regionsbezeichnung erwartet sich fast jeder, dass alle Produktionsschritte und beim Fleisch auch die Aufzucht der Tiere zumindest im gleichen Bundesland erfolgen.

Rot-weiß-rot steht für Österreich

Bei Lebensmittel mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel oder AMA-Biosiegel stammen alle wertbestimmenden landwirt­schaftlichen Rohstoffe zu hundert Prozent aus Österreich. Auch die Be- und Verarbeitung erfolgt im Land. Fleisch darf zum Beispiel nur dann die rot-weiß-roten Zeichen der AMA tragen, wenn die Tiere in Österreich geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt wurden. Diese klare Regelung schafft konkrete Mehrwerte für die Landwirtschaft und die KonsumentInnen.