Was macht für dich gute österreichische Küche aus?

Als Profigriller arbeite ich fast nur mit Lebensmitteln aus Österreich, vor allem bei Fleisch, Geflügel und Fisch greife ich, wenn möglich und verfügbar, immer zu Qualität aus Österreich. So setze ich frische, regionale Produkte perfekt in Szene.

Genussland Österreich – wie profitiert die Wirtschaft davon?

Fahr nicht fort, kauf im Ort! Wenn der Euro in der Region bleibt, ist es gut für die regionale Infrastruktur. Der Bauer, der Metzger und viele regionale Produzenten profitieren davon.

Die besinnliche Jahreszeit steht vor der Tür. Wo und wie verbringst du diese am liebsten?

Wie jedes Jahr verbringe ich die wenige freie Zeit, die bleibt, in der Küche oder am Grill. Ich lade gern ein und erfreue mich an den glücklichen Gästen.

Ein kulinarischer Adventskalender made in Austria – was darf nicht fehlen?

Ich begrenze diese Frage mal auf die vier Adventsonntage: Gansl, Karpfen, Kalbstafelspitz, rosa Steak von der Dry Aged Beiried – die Reihenfolge ist dabei egal.

Legt man als Grillweltmeister die Zange im Winter weg oder macht man in der kalten Jahreszeit erst recht Feuer?

Gegrillt wird das ganze Jahr, im Winter wird neues ausprobiert, rezeptiert usw. Die kalte Jahreszeit ist auch ideal zum Kalträuchern geeignet.

Die richtige Ausstattung darf sicherlich nicht fehlen. Worauf gilt es hierbei zu achten?

Im Winter grille ich nur auf geschlossenen Grillsystemen mit Deckel bzw. Grillhaube. Dabei bevorzuge ich Kugelgrill, Smoker, Keramikgrill und Pelletsgrill.

Gibt es so etwas wie typisch österreichische Grillspezialitäten bzw. wie ausgeprägt ist die österreichische Grillkultur?

In Österreich werden sehr gern Koteletts, Würstl, Steaks usw. gegrillt. Das sogenannte Kurzgrillen ist seit jeher angesagt, für angehende Grillmeister, die auch mit geschlossenen Grillsystemen grillen, kann es dann auch mal ein ganzes Grillhendl oder ein Schweinsbraten sein.

Grilljunkies geben sich erst mit der Zubereitung von Spareribs, Pulled Pork und Beef Brisket zufrieden. Diese drei  Gerichte sind die Holy Trinity des BBQs. Bei allen dreien handelt es sich um typische "Long Jobs", also Gerichte, die bis zu 20 Stunden bei relativ tiefen Temperaturen schonend gegart werden. Dank dieser Slow & Low-Methode wird das Fleisch wunderbar saftig, zart und mürbe.

Dein Tipp an alle Hobby-Grillmeister da draußen?

Auch mal versuchen, was Neues auszuprobieren, ein Buch zum Thema Grillen kaufen oder schenken lassen. Wer gern grillt, sollte auch einen Grillkurs bei mir oder in einer anderen Grillschule besuchen, das wäre ein heißer Tipp.