Inzwischen ist es Draußen dunkel geworden, der frühe Winterwind fängt sich in den Kronen der Bäume, vereinzelt fallen die ersten Schneeflocken vom Himmel. Das Feuer im Kamin knistert gemütlich.

Stefanie und Matthias Reisenauer sitzen gemütlich in der wohligen Wärme und entspannen bei einem Glaserl Rotwein. Lena und Lukas, die beiden vier und siebenjährigen Kinder des Paares, schlafen erschöpft und zufrieden im Kinderschlafzimmer des Ferienhauses. Heute stand ein Ausflug in das nächstgelegene Dorf auf dem Programm der Familie. Direkt durch den Wald sind sie gelaufen, mindestens fünf Rehe kreuzten ihren Weg. Zwischendurch hatte leichter Schneefall eingesetzt, der die Baumwipfel mit einem leichten Puderzuckerguss überzog.

Die Kinderaugen strahlten und sie leuchteten noch mehr, als die Eltern mitten im Tann aus dem liegengebliebenen Herbstlaub eine kleine Laubhöhle bauten. „Mama, das ist ja viel schöner, als im letzten Jahr!“ rief Lukas.

 

Fernziele für Kinder problematisch

Letztes Jahr stand auf dem Ferienfahrplan der Familie Reisenauer das Fernziel Bali. Doch nicht jedes paradiesische Reiseziel, das Eltern ganz besonders toll finden, bietet sich auch für Familienferien an. So reagieren Kinder beispielsweise viel empfindlicher auf ein anderes Klima als Erwachsene. Matthias und Stefanie wissen das noch von ihrer letzten Fernreise nach Bali. Lena hatte aufgrund der Wärme, Lukas wegen der Zeitumstellung große Probleme. Fast eine Woche lang benötigten die beiden zur Eingewöhnung. Das war Stress pur für die Eltern, die doch gehofft hatten in den schönsten Wochen des Jahres ein wenig abschalten zu können.

 

Leichte Anreise

Diesmal nun hatten sich die Vier für einen Winterurlaub im Ferienpark entschieden. Diese Urlaubsform wird auch in Österreich immer beliebter, lassen sich doch die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder hier geradezu idealerweise kombinieren. Zudem ist die Anreisezeit meist erheblich kürzer, liegen sie doch oft in Erholungsgebieten, die maximal drei bis vier Autofahrstunden von Großstädten entfernt liegen.

 

Kontakt und Abgeschiedenheit

Während die Ferienhäuser einen individuellen Rahmen für Abgeschiedenheit bieten, in denen man selbst kochen kann uns genügend Raum zum Rückzug zur Verfügung steht, bieten die Gemeinschaftseinrichtungen ausreichend Möglichkeiten mit anderen Familien und deren Kindern in Kontakt zu treten. Schon am zweiten Tag hatten Lena und Lukas den Thomas und die Antonia kennengelernt, beide gleichaltrig, die zusammen mit ihren Eltern aus Salzburg in den Ferienpark gekommen waren.

 

Gute Infrastruktur

Gleich am nächsten Tag hatte man sich zum gemeinsamen Schwimmen verabredet. Denn Ferienparks halten, anders als beispielsweise Ferienhaussiedlungen, meistens eine größere Infrastruktur bereit. Schwimmbad, Sauna, Bowlingbahn, Kinderclubs und natürlich ein Shop und ein Restaurant gehören meistens zu den Standardausstattungen. Auch wenn die Häuser in den Ferienparks meist über sehr gut ausgestattet Küchen und oft auch mit Mikrowelle und Backofen verfügen, so blieb in der ersten Woche hin und wieder die Küche kalt, da die Reisenauers es vorzogen, im Restaurant zu essen. Dort gab es nämlich für jeden Gaumen etwas.

Sogar ins Ferienhaus konnte man sich die Köstlichkeiten liefern lassen. Diesen individuellen Genießerservice fand viel Anklang bei den Reisenauers, die von dieser Form des Urlaubs inzwischen total überzeugt ist.