Angefangen bei Bauchschmerzen und Übelkeit über Kopfschmerzen bis hin zu Kreislaufproblemen, löst Gluten bei vielen Menschen oft sehr unspezifische Beschwerden aus. In Österreich sind ca. 8.000 Personen als Betroffene diagnostiziert, man rechnet aber mit rund 76.000 Menschen, die hierzulande an Zöliakie leiden. Für Menschen mit dieser Form der Glutenunverträglichkeit bedeutet das einen lebenslangen Verzicht auf Gluten.

Zuverlässige Diagnose ohne Magenspiegelung

Um eine Glutenunverträglichkeit zu diagnostizieren, war über Jahrzehnte eine Magenspiegelung bei Kindern und Jugendlichen unumgänglich. Eine neue internationale Studie belegt nun allerdings, dass in über 50 Prozent der Fälle die Diagnose zuverlässig ohne diesen Eingriff gestellt werden kann.

Zur Diagnosestellung wird eine Blutuntersuchung auf Auto-Antikörper gegen Gewebs-Transglutaminase veranlasst. Wenn diese erhöht sind, für Zöliakie verdächtige Beschwerden vorliegen und der Nachweis von weiteren Auto-Antikörpern sowie von genetischen Risikomarkern erbracht wird, ist eine sichere Zöliakie-Diagnose bei Kindern und Jugendlichen möglich.

Spezial-Lebensmittel auf dem Vormarsch

Auf Gluten zu verzichten, bedeutet nicht mehr zwangsläufig, Produkte wie Brot, Nudeln oder Süßigkeiten völlig aus seinem Speiseplan verbannen zu müssen. Zum einen gibt es glutenfreie Getreidesorten, zum anderen lässt sich das Gluten durch andere Zusatzstoffe ersetzen.

Betroffene greifen daher immer häufiger zu jenen Spezial-Lebensmitteln, die für Menschen mit entsprechenden Unverträglichkeiten produziert werden. Hersteller arbeiten kontinuierlich daran, diese Produktpalette zu erweitern und möglichst unterschiedliche und hochwertige Lebensmittel anbieten zu können.

Hilfreiche Tipps via App

Auch immer mehr Apps widmen sich dem Thema Glutenunverträglichkeit. Speziell für den Familienurlaub eignen sich Applikationen, die Adressen von Restaurants, Hotels und Verkaufspunkte von glutenfreien Speisen anbieten und Tipps geben, wie man in verschiedenen Sprachen glutenfreies Essen bestellt.

Andere Apps bieten auch Hinweise und Tricks für den alltäglichen Umgang mit Zöliakie, etwa wie sich der Kindergarten- oder Schulalltag für betroffene Kinder reibungslos organisieren lässt.