Herr Berchtold, was versteht man unter einer Vorsorgewohnung?

Die Idee dahinter ist relativ einfach: Wir sprechen vom Kauf einer Eigentumswohnung zum Zwecke der Vermietung. Erwirbt man eine Wohnung, um sie zu Anlage- beziehungsweise Vorsorgezwecken zu vermieten, wird man rein rechtlich zum Unternehmer, generiert damit Steuervorteile, hat aber auch einiges zu beachten.

Woran sollte man bei einem solchen Investment denken?

Bei der Suche nach einer Wohnung zu Vorsorge- und Anlagezwecken sollte man weniger die eigenen Wünsche als vielmehr die bestmögliche Vermietbarkeit der Immobilie im Auge behalten. Die öffentliche Verkehrsanbindung und die lokale Infrastruktur sind von besonderer Bedeutung – je zentraler die Lage, desto besser.

In Wien war in den letzten Jahren allerdings zu beobachten, dass auch Randlagen im Vorsorgebereich im Kommen sind, sofern die öffentliche Anbindung stimmt. Das Prinzip Vorsorgewohnung funktioniert überall dort, wo es einen funktionierenden Mietenmarkt und eine hohe Nachfrage nach Mietwohnungen gibt, wie beispielsweise in Wien.

Was sind die Vorteile einer Vorsorgewohnung?

Liegenschafts- und/oder Wohnungseigentum gelten als ein besonders nachhaltiges Investment und neben Sicherheit bietet einem diese Anlageform auch noch ein Steigerungspotenzial bei Miete und Wert der Immobilie.

Warum ist diese Anlageform Ihres Erachtens sicherer und wertbeständiger im Vergleich zu normalen Immobilien?

Wenn man bei einem erfahrenen Anbieter von Vorsorgewohnungen eine Eigentumswohnung erwirbt, kann man davon ausgehen, dass durch Marktanalysen, effiziente Planung und umsichtige Bewirtschaftung das als Vorsorgewohnung deklarierte Produkt auch wirklich den Ertrag erwirtschaftet, den man sich als KundIn erwartet. Die Sicherheit steigt meiner Ansicht nach mit der Erfahrung des Bauträgers.

Bei der Suche nach einer Wohnung zu Vorsorge- und Anlagezwecken sollte man weniger die eigenen Wünsche als vielmehr die bestmögliche Vermietbarkeit der Immobilie im Auge behalten.

Beobachten Sie eine gesteigerte Nachfrage?

Vorsorgewohnungen erleben immer dann einen Boom, wenn Städte stark wachsen und durch Zuzug eine große Nachfrage nach Mietwohnungsraum vorhanden ist. Dazu kommt, dass in Zeiten, in denen andere Anlageformen als risikoreicher eingeschätzt werden, die direkte Investition in Immobilien stärker nachgefragt wird. Begünstigt wird dieses Phänomen durch ein niedriges Zinsniveau, das günstige Finanzierungen ermöglicht.

Welche Wohnungen erfreuen sich derzeit der größten Beliebtheit?

Bei den Wohnungsgrößen sind aktuell Einheiten mit rund 50 m² besonders stark nachgefragt. Kleinere Einheiten lassen sich zwar auch gut vermieten, je kleiner die Wohnung allerdings ist, desto eher muss der Vermieter mit einer höheren Fluktuation rechnen, was nicht jedermanns Sache ist. Die Grundrisse sollten vor allem praktikabel sein und die Wohnungen über eine zeitlose Ausstattung verfügen.

Und wie unterstützt die BUWOG an einer Vorsorgewohnung Interessierte?

Es gibt am Markt immer mehr Anbieter, die perfekt auf die Vermietung und die optimale Ertragserzielung ausgelegte Produkte anbieten und den KundInnen Aufgaben in Verbindung mit dem Bau und der Bewirtschaftung der Wohnungen abnehmen und auch in Steuerfragen beraten.

Die BUWOG bietet in Kooperation mit EHL ein sogenanntes Sorglos-Paket an. Investoren können gegen Pauschalbeträge aus unterschiedlichen Services von der Vermietung bis zur Verwaltung samt steuerlicher Aufbereitung der Abrechnungen wählen.

Wie viel Geld muss man für ein solches Investment ungefähr in die Hand nehmen?

Die Höhe des einzusetzenden Kapitals ist von vielen Faktoren abhängig. Als Faustregel gilt Eigenkapital in der Höhe von circa 30 Prozent der Gesamtinvestitionskosten, mitunter sind aber auch schon 20 Prozent Eigenkapital ausreichend. Die Vielzahl der angebotenen Finanzierungsmöglichkeiten macht es sinnvoll, diese genau zu prüfen und für den jeweiligen persönlichen Nutzen auch unter Einbeziehung eines Steuerberaters auszuwählen.

Warum eignet sich dieses Anlagemodell besonders für Menschen im Alter von 50+?

Sie wissen bei ihren Direktinvestments in Eigentum besser als ein jüngeres Publikum, das eher Wohnungen als Eigennutzer sucht, was sie wollen und suchen. Menschen in diesem Alter investieren in der Regel mit einem höheren Eigenkapital und bringen auch selbst größeres Immobilien-Know-how mit, beispielsweise durch ihre eigenen Erfahrungen als Mieter.