Im August 2011 habt ihr in Lienz geheiratet. War euch immer schon klar, dass ihr diesen Schritt gehen wollt oder kam der Antrag überraschend?

Nina: Doch, das wussten wir schon. Nur wann, da waren wir uns nicht ganz einig. Ich hab dann einmal gemeint: Jetzt wär‘s an der Zeit, weil jünger werden wir nicht mehr.

Benjamin: Das hat schon gepasst. In Tirol wird eben noch nach den Spielregeln gespielt - zuerst wird geheiratet, erst dann kommen die Kinder- und wir haben uns daran gehalten. Kein Jahr nach unserer Hochzeit ist unsere kleine Benina gekommen.

Und wie war der Antrag gestaltet?

Nina: Das war unheimlich romantisch auf den Malediven im Urlaub. Ganz klassisch.

Benjamin: Eigentlich wollt ich ihn nicht ganz so traditionell machen. Aber dann hat sie gemeint: So, rückwärtsspulen, jetzt fangen wir noch einmal von vorne an. Also bin ich ganz klassisch mit Ring vor ihr auf die Knie gegangen und hab sie gefragt, ob sie meine Frau werden möchte.

Nina: Ich hab immer schon gewusst das passt. Der ist es jetzt.

Wer hat denn bei euch die Planung des Events übernommen? Habt ihr euch Hilfe geholt?

Benjamin: Das hat unser privates „Dolomitenmann-Organisationsteam“ übernommen. Ich hab mich eher rausgehalten, weil da hätt ich mir nur die Finger verbrennen können.

Nina: Das war ein super Team aus Freunden und Verwandten. Ganz am Beginn hab ich den Benni gefragt was ihm wichtig ist und besonders am Herzen liegt. Dann war seine Aufgabe eigentlich nur mehr am 1. August um 16 Uhr fertig am Wörthersee für die standesamtliche Trauung zu sein. Er hat mir das dann fast ein bisserl zu locker genommen. Wir haben am Montag geheiratet und er ist am Donnerstag davor gemütlich einmal nach Italien gefahren seinen Anzug kaufen. So auf gut Glück, dass er genau passt.

Benjamin: Ja, das war eine Kombination aus Anzug kaufen und poltern mit Ninas Papa.

War das bei dir genauso problemlos Nina?

Nina: Ja, schon. Ich bin mit dem allerersten Kleid herausgekommen und alle haben geweint und gesagt: Oh Gott, das ist es. Rein aus Protest hab ich dann noch rund 30 andere Kleider probiert, nur um dieses Feeling zu haben zu tausend Prozent sicher zu sein.

Wie habt ihr euch denn auf Ringe geeinigt? Bei denen ist es ja besonders wichtig, dass man Freude daran hat, sie täglich zu tragen.

Nina: Mein Ehering ist der von meiner Uroma und Bennis Ring haben wir dazu fertigen lassen. Somit sind es ganz schlichte, einfache Ringe geworden. Wir fanden es so besonders, dass meine Urgroßeltern zu dem Zeitpunkt 80 Jahre verheiratet waren und meine Eltern 30 Jahre.

Was war euch denn bei der Feier selbst wichtig?

Benjamin: Wir wollten einfach, dass alle eine super Zeit haben und dass es eine gemütliche Feier wird. Aber wichtig war, glaub ich: Wir haben ALLES geplant. Wir wollten zum Beispiel keine überraschend angekündigten Spiele.

Nina: Ich hab das so erklärt, dass es bei uns mit der Zeit heikel ist. Wenn das Essen für fast 250 Leute vorbereitet ist und plötzlich ein Spiel gemacht wird, dann verkocht alles in der Zwischenzeit.

Benjamin: Und es hat toll geklappt. Es waren so viele verschiedene Charaktere und Gruppen da – von meinen Snowboard-Kollegen bis hin zu fernen Verwandten und es haben sich alle super zusammengefügt. Wir sind um halb vier ins Bett gegangen, die letzten um sieben.

Und fühlt ihr euch jetzt, da ihr verheiratet seid, anders?

Nina: Ich finde, man ist schon „zusammener“.

Benjamin: Ja, das ist unser Wort dafür.

Habt ihr denn Tipps für Paare, die sich überlegen zu heiraten?

Nina: Ganz entspannt bleiben. Auch wenn der Mann dazwischen einmal kalte Füße bekommt.

Benjamin: Die hatte ich doch nicht!

Nina: Doch, im Mai. Da ging ihm plötzlich alles zu schnell, dass wir gleich im selben Jahr heiraten müssen. Aber das ist vollkommen normal, glaube ich. Ich hab dann einfach gesagt er soll sich entspannen und zwei Nächte darüber schlafen und dann geht’s schon wieder. Und so war’s dann auch. Wichtig ist einfach über alles zu reden.