Irgendwann ist es bei vielen soweit: das einstige Desinteresse an Kind & Co. schwindet schleichend, der Nestbautrieb setzt ein und die Neugier auf ein unbekanntes, neues Leben als Frucht einer Liebesbeziehung wird spürbar. Spätestens jetzt ist es sinnvoll, sich mit einigen natürlichen Bedingungen für eine Empfängnisbereitschaft vertraut zu machen.

In aller Regel

Zuvorderst ist es von Vorteil, wenn frau ihren Zyklus, also dessen Dauer und entsprechend ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage, kennt. Bei einem 28-tägigen Zyklus ist der 14. Zyklustag die fruchtbarste Zeit. Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der monatlichen Regelblutung. Eine Befruchtung der Eizelle kann in der Regel bis zu vier Tage vor und bis zu vier Tage nach dem 14. Zyklustag stattfinden.

Die am besten geeignete Zeitspanne für eine erfolgreiche Empfängnis liegt also zwischen dem zehnten und dem 17. Zyklustag. Falls der Zyklus kürzer oder länger als 28 Tage dauert, können diese Berechnungen etwas abweichen. Hilfreich ist hier auch der Ovulationstest, ein Urintest, der den Wert des luteinisierenden Hormons (LH) im Morgenurin misst.

Er zeigt an, wann das LH seinen Höchstwert erreicht. Dies geschieht ein bis zwei Tage vor dem Eisprung. Während des restlichen Zyklus ist der Wert des Hormons relativ niedrig. Erst kurz vor dem Eisprung nimmt der Wert stark zu und löst dadurch den Eisprung aus.

In Stellung

Geschlechtsverkehr muss also notwendigerweise kurz vor bzw. während der fruchtbaren Tage stattfinden. Hier gibt es bestimmte Stellungen, bei denen den männlichen Spermien der Weg zum Eileiter erleichtert wird. Das ist immer dann gegeben, wenn er besonders tief in sie eindringen kann, wie z.B. in der Löffelchen- und der Missionarsstellung.

Dabei bestimmt aber die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs nicht zwingend über dessen Güte, denn die Zahl der Spermien verringert sich bei häufigem Geschlechtsverkehr. Wichtiger als die Anzahl ist unbedingt der Spaß an der Sache, denn Lust fördert Potenz und Fruchtbarkeit.

Spezielle Gleitgels können bei mangelnder Scheidenfeuchtigkeit helfen und stellen den Spermien zudem günstige Bedingungen für eine erfolgreiche Fortbewegung und Verschmelzung mit der Eizelle her. Vermeiden Sie beispielsweise aber Sex in der Badewanne: Heißes Wasser beeinträchtigt die Spermienproduktion.

In Vorbereitung

Weitere Tricks, um die Möglichkeit einer Empfängnis zu erhöhen, sind regelmäßige und ausdauernde Bewegung, eine gesunde Ernährung, mäßiger Alkohol- und Kaffeekonsum und der Verzicht auf Nikotin, weil es einer der häufigsten Gründe für die Sterilität von Männern ist und bei Frauen den Östrogenspiegel senkt und damit ebenfalls die Fruchtbarkeit mindert. Das Körpergewicht ist ein weiterer nicht unwesentlicher Faktor.

Denn sowohl starkes Unter- als auch starkes Übergewicht wirken auf den Zyklus ein und können so einer Empfängnis im Wege stehen. Vorausschauende Frauen versorgen sich vorsorglich mit Mineralstoffen und Vitaminen, allen voran die für die Zellbildung so wichtige Folsäure, und checken ihren Immunstatus gegen Kinderkrankheiten, Röteln und die üblichen Krankheiten, gegen die geimpft wird.