Was macht für Sie eine Traumhochzeit aus?

Die Frage aller Fragen! Es muss vor allem entspannt sein. Das Brautpaar muss strahlen, im Mittelpunkt stehen und die Gäste müssen das Brautpaar feiern. Das sind die wichtigsten Zutaten für eine Traumhochzeit neben einer hübschen Location, gutem Essen, einer extravaganten Dekoration und einem tollen Unterhaltungsprogramm.

Was muss man bei der Hochzeitsplanung beachten?

Wenn man ohne Organisator plant, dann sollte man ein Jahr vorher beginnen.Man muss sich als Paar Zeit nehmen und sich Gedanken machen, wie die Hochzeit eigentlich aussehen soll und wieviel Budget man hat. Dann überlegt man einen Termin, findet die passende Location und arbeitet dann der Reihe nach alle Teilbereiche ab. Ein Rat: Die Liebe, die man in die Planung reinsteckt, also die sprichwörtliche Liebe zum Detail, spüren auch die Gäste. Das ist das Schöne dabei!

Welche Elemente dürfen auf gar keinen Fall bei einer perfekten Hochzeit fehlen?

Sicherlich gehört immer ein gutes Essen dazu. Für Leib und Seele muss alles da sein, damit sich die Gäste wohlfühlen. Es geht im Prinzip darum, den Gästen etwas zu bieten und sich als Brautpaar etwas Gutes zu tun. Die Hochzeit muss an einem Ort sein, der angemessen, elegant und ansprechend ist und der vorzugsweise auch eine schöne Outdoor- Fläche hat.

Außerdem gehören eine außergewöhnliche Dekoration und nicht zuletzt auch das besondere Unterhaltungsprogramm dazu. Minimum ist ein DJ, der abends zum Tanzen auflegt. Gerade für die Zeremonie ist Live-Musik, die ganz anderes berührt, ein Muss. Wenn man an Österreich denkt, darf’s natürlich auch Folklore sein. Was auch immer: Es muss zum Brautpaar, zu deren Geschmack und zum Gesamtambiente passen.

Apropos Geschmack: Wie sieht es mit dem perfekten Menü aus?

Ich bin ein Freund davon, ruhig etwas gehobenere Küche und ausgefallenere Gerichte anzubieten, um sich vom Alltag abzuheben. Man sollte den Gästen etwas Spezielles bieten. Ich finde es auch spannend, wenn saisonale und regionale Produkte mit hoher Qualität verwendet werden. Gerade in Österreich gibt es ja unglaublich viele wunderbare Anbieter. Ich finde es immer gut, wenn das Essen möglichst frisch und auf kurzem Wege und unter den Aspekten Bio und Nachhaltigkeit auf den Tisch kommt.

Was macht für Sie ein professionelles Catering aus?

Ein professionelles Catering ist sehr flexibel und richtet sich voll und ganz nach den Wünschen und Bedürfnissen des Brautpaares. Wichtig ist auch, dass es das ganze Fest über passende kleine Speisen und Getränke gibt, denn Speis und Trank sind einfach ein Grundbedürfnis des Menschen und daher die Basis für gute Laune und beste Stimmung.

Sind Flitterwochen ein Auslaufmodell oder noch immer up to date?

Flitterwochen sind nach wie vor en vogue. Man kann die Hochzeit noch einmal Revue passieren lassen und zur Ruhe kommen. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn der Alltag am nächsten Tag schon wieder weitergeht und sich die Hochzeit gar nicht im Kopf oder im Herzen verankern kann.

Welche Fragen sollte man sich vor der Hochzeitsplanung stellen?

Man muss sich überlegen, ob Standesamt, kirchliche Trauung oder freie Zeremonie. Soll alles an einem Tag sein oder wollen wir es entspannt haben über ein Wochenende? Wie viele Gäste sollen dabei sein? Wie viel Geld haben wir zur Verfügung? Wie soll der Stil der Hochzeit sein – soll es etwas sehr Festliches in Richtung Gala-Veranstaltung in einem Schloss oder in einer schönen hochherrschaftlichen Location in Wien sein? Soll es eher rustikal sein oder eine lockere Party werden in einer coolen, urbanen Location? Möchten wir vielleicht am Strand feiern? Das sind alles Punkte, die besprochen werden sollen, um einen Fahrplan zu erstellen, Dienstleister recherchieren und Angebote einholen zu können.

Welche Aspekte sind für die Auswahl des richtigen Caterings außerdem noch wichtig?

Neben Güte der Speisen und das Angebot ist auch der Servicecharakter wichtig. Man muss sich einfach wohlfühlen – als Brautpaar und Gast. Das können auch Kleinigkeiten sein, etwa ein Empfangsdrink oder ein Empfangscocktail nach der Trauung. Da kann es auch kreativ werden! Nicht immer nur Champagner oder Sekt-Orange, sondern da gibt es auch eine schöne hausgemachte Limonade, eine Rosenbowle oder in Österreich etwa einen G’spritzen mit Marillensaft im Sortiment. Oft ist es ja so, dass man auf mehreren Hochzeiten im Jahr eingeladen wird. Wenn man da immer das gleiche Getränk angeboten bekommt, wird das schnell langweilig. So kann man sich auch als Brautpaar mit einem tollen Catering von anderen Hochzeiten absetzen. Die Gäste freuen sich!

Das Thema Brautkleid ist in der Vorbereitungsphase vor allem für Frauen wichtig. Was raten Sie hier unseren LeserInnen?

Oft ist das Brautkleid das erste, an das die Bräute  denken. Das ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten Hochzeit – gerade für modeaffine Frauen. Ganz wichtig als Tipp: Erst einmal direkt in ein Brautmoden-Geschäft gehen, das verschiedene Brands führt. Da kann man verschiedene Marken, Schnitte, Stilrichtungen und Weißtöne durchprobieren. Das geht nicht online oder im Katalog. Und dann kann man immer noch überlegen, ob man bei einem Kleid von der Stange bleibt oder ob man zum Designer ins Maßatelier geht und sich ein Kleid anfertigen lässt.

Was gibt es im Moment für Hochzeitstrends?

Was Motto-Hochzeiten angeht, sind die Roaring Twenties aktuell sehr in Mode. Dabei ist alles sehr üppig, glamourös und man kann das Thema bis zum Dresscode durchziehen. Ich finde, man muss aufpassen, dass es nicht zu einer Kostümparty wird. Es sollte für meinen Geschmack immer noch eine Hochzeit bleiben. Ein weiterer Trend ist die Photo Booth, Selbstauslöser-Box bzw. Kamera-Ecke mit lustigen Accessoires. Das klappt immer und ist eine tolle Aktion, die einfach von selber läuft. Ansonsten sind im Moment einfach die Candy Bars mit kleinen Naschereien und Leckereien der Renner. Da gibt es gerade in Wien und Österreich viele süße Versuchungen, die man wunderbar verwenden kann.